Nachdem der MGV sich vor fast vier Jahren aufgemacht und sich als gemischter Chor neu erfunden hat, stellt sich die Frage, wenn man von den Bedenken einiger Traditionalisten absieht, kaum noch. Nach einem Versuch mit parallellaufenden Veranstaltungen verständigte man sich erneut auf eine gemeinsame Tour- auch im vergangenen Jahr hatten die Beteiligten viel Spaß auf einer Tour mit Wein und Entertainment.
In diesem Jahr wurde es fast schon wieder klassisch mit Getränken aller Art, die im Bollerwagen kühl gehalten wurden, einer ausgedehnten Wanderung durch die nähere Umgebung und dem beliebten Boßeln (Der Eigenname blieb von der Rechtschreibreform verschont). Bei Letzterem handelt es sich um ein Spiel, das in vielen Regionen unter unterschiedlichen Namen bekannt ist und dem einen oder anderen Urlauber beispielsweise in Ostfriesland begegnen könnte. Nach einem Frühstück mit Kaffee und Brötchen, das Vereinswirt Guido Höfer spendiert hatte, begann die musikalische Gruppenfindung, denn Boßeln ist ein Teamsport. Mit Musik ging es ins Tal zur ersten Verpflegungsstation, wo schon Kaffee und Kuchen für die Wandergesellschaft bereitstanden.
Frisch gestärkt konnte man sich nun dem Boßeln zuwenden, was angesichts zahlreicher Pfützen auf der Bahn und dem Hanfbach zur Rechten für einige satte Spritzer, große Heiterkeit und akrobatische Einsätze der Kugelholer führte. Das Match über eine Distanz von ca. drei Kilometern führte nicht nur zu einem Unentschieden, sondern auch zur nächsten Pause mit deftigen Broten und einem Nachschub an kühlen Getränken. Angesichts der drohenden Wolken, die gleichfalls Kühlung versprachen, allerdings ungewollt und von oben, beeilte sich die muntere Gruppe mit dem Abbau und dem Beladen des Nachschub- und Transport Shuttles, das vollumfänglich in den Händen von Gaby Jansen lag, die den Wanderern immer mehr als eine Nasenlänge voraus war und abschließend vor der letzten Station auch noch alle einsammelte, die nun doch in den kräftigen Regen geraten waren.
Unter dem schützenden Dach der Kölsch-Büllesbacher Grillhütte gab es zum gelungenen Abschluss Pizza satt und die fröhlichen Wanderer genossen den Snack bei guten Gesprächen, ersten Bildern von den Highlights der Tour und (auch deshalb) wie immer viel Gelächter. Die Organisatorinnen, ein Team aus dem Alt, freuten sich am Folgetag während der Probe mächtig über das Lob für die gelungene Tour.
